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Glückliche Pferde auf der Weide, Ausritte im lauwarmen Sommerwind und zum krönenden Abschluss noch gemeinsam im nahen See baden gehen. Für die wenigsten ReiterInnen sieht der Sommer so aus, denn immer mehr Pferde leiden unter Sommerekzem!

Sogenannte Ekzem-Pferde haben wunde Stellen und scheuern sich bis aufs Blut, weil sie auf die Stiche von Mücken und Milben allergisch reagieren. Die Kombination von Feuchtigkeit und Wärme bietet den Larven ideale Entwicklungsbedingungen. Sie sitzen quasi millionenfach in Wasserlachen, Pfützen und Regentonnen bereit, um mit der beginnenden Sommerhitze los zu schwirren.

            Fliegende Blutsauger: Stechmücken, Kriebelmücken und Gnitzen

Unterschieden wird zwischen Stechmücken, Kriebelmücken und Gnitzen. Stechmücken werden bis zu einem Zentimeter groß. Gnitzen und Kriebelmücken nur ein bis drei Millimeter. Die Blutsauger „fliegen“ auf die ganz spezielle Duftmischung aus Kohlendioxid, Milchsäure, Fett- und Aminosäuren von Menschen und Tieren. Neben dem Geruch spielt auch die Körpertemperatur eine entscheidende Rolle.

Vor allem die Stiche von Kriebelmücken und Gnitzen rufen heftige und zunehmend allergische Reaktionen hervor. Während Stechmücken ihren Rüssel wie eine Kanüle in unsere Haut bohren bis sie auf eine blutführende Vene treffen, raspeln Kriebelmücken und Gnitzen mit ihren Mundwerkzeugen die Hautoberfläche regelrecht auf und spritzen ein giftiges Speicheldrüsensekret in die Wunde. Dieses hemmt die Blutgerinnung, damit die Tierchen in Ruhe saugen können. Aus der sich bildenden Blutblase wird anschließend das Blut aufgeleckt. Diese Wunden jucken extrem stark. Häufig reagiert die Haut auch mit Blutergüssen, Knötchen und Ödemen und benötigt Wochen, bis sie verheilt. Kratzen und Scheuern führt fast immer zu Infektionen und eitrigen Krusten. Zwar geben auch die gemeinen Stechmücken ein Speichelsekret ab, das die Blutgerinnung hemmt, allerdings ist durch ihre Stechtechnik deutlich weniger nötig. Besonders gemein: Im Gegensatz zu Stechmücken hört man Kriebelmücken und Gnitzen nicht kommen.

            Kriebelmücken sind tagaktiv, stechen aber nie in geschlossenen Räumen

Im Unterschied zu Stechmücken und Gnitzen sind Kriebelmücken nicht in stehenden Gewässern anzutreffen. Sie leben ausschließlich in Fließgewässern. Ihr Aufkommen zeigt eine gute Wasserqualität an. Befallsgebiete finden sich vor allem im Flachland. Hier werden Pferd und Mensch insbesondere im späten Frühjahr drei bis vier Wochen lang attackiert. Beste Abwehr: sich während der drei- bis vierwöchigen Hauptflugzeit möglichst wenig im Freien aufhalten! (Quelle: Landesumweltamt Brandenburg)

            Rote Vogelmilben im Stall

Wenn Ihr Pferd auf einem Bauernhof untergebracht ist und Juckreiz sowie Hautschorf zeigt, können auch Vogelmilben die Verursacher sein. Die rote Vogelmilbe ist zwar hauptsächlich auf Geflügel zu finden, nimmt aber alles, was sie kriegen kann. Vor allem im Sommer, wenn sie sich stark vermehrt, ist sie in der Wahl ihrer Opfer nicht wählerisch und geht auch auf Pferde und Menschen. Die rote Vogelmilbe ist nachtaktiv, ernährt sich von Blut und hinterlässt ebenso wie die Mücken, juckreizbildenden Speichel in der Wunde. Bei Verdacht auf Milbenbefall empfiehlt sich ein Milbentest beim Tierarzt.
Unsere Empfehlung: IdaPlus 100prozentig biologische Kieselgur zur dauerhaften Beseitigung der roten Vogelmilbe.

 

UMGANG MIT DEM SOMMEREKZEM – 6 HILFREICHE TIPPS
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  1. Weidezeiten anpassen: Gnitzen sind von April bis Oktober aktiv. Vor allem vor Sonnaufgang und Sonnenuntergang. Die beste Weidezeit ist daher zwischen zehn und 16:00 Uhr. Und: Stehende Gewässer, Trinkwassertröge und Pferdeäpfel sind ideale Brutstätten. Von ersteren – wenn möglich – fernhalten und letztere täglich absammeln. 

  2. Duschen: Der Geruch von Schweiß lockt die Blutsauger an. Regelmäßiges Duschen verringert den Schweißgeruch und das kühle Wasser wirkt juckreizlindernd auf bereits vorhandene Stiche. Wenn sie ein Shampoo verwenden möchten, dann bitte ein Spezialshampoo für Pferdehaut, damit der körpereigene Schutzmechanismus nicht zerstört wird. 
    Unsere Empfehlung: Speed Sprühshampoo – hochreinigend und trotzdem pflegend.

  3. Anti-Mückenmittel: Sie können kurzfristig zur Abwehr beitragen und auf diese Weise z.B. während des Ausritts schützen.
    Unsere Empfehlung: Speed InsectShock

  4. Nahrungsergänzungsmittel: Ekzemer leiden häufig an einer Neigung zu Stoffwechselstörungen und Allergie. Oft fehlen Mineralstoffe und Spurenelemente, wie z.B. Selen, Eisen, Kupfer und Zink. Auch ein Vitamin-B und D-Mangel kann den Stoffwechsel stören und Ekzeme begünstigen. Knoblauch und Vitamin-B-haltige Futterzusätze stehen in dem Ruf, die Pferde für die kleinen Blutsauger unattraktiver zu machen.
    Unsere Empfehlungen: AniPlus Kieselgur forte – ein 100%iges Naturprodukt, das u.a. Biotin, Zink, Bierhefe und wertvolle B-Vitamine enthält. Speed Biotin plus Zink – eine optimierte Wirkstoffkombination für eine gesunde Haut. Speed Kräuter für Haut & Fell unterstützen die hauteigene Abwehr und den Stoffwechsel. Der enthaltene Knoblauch fördert die Abwehr von Gnitzen. Speed Vitamin E-Selen für einen aktiven Muskel- & Zellschutz.

  5. Wichtig nach einem Biss: Wenn irgend möglich den Juckreiz lindern, da sich die Pferde scheuern und kratzen bis Blut fließt. Gefährliche Entzündungen sind die Folge und die Tiere reagieren immer häufiger und immer heftiger auf Insektenstiche aller Art. Juckreizstillende Salben und das Kühlen der betroffenen Hautstellen helfen, die Beschwerden zu lindern. In akuten Fällen kann ein Tierarzt Kortison geben, um den Juckreiz zu lindern und die Entzündung zu hemmen.
    Unsere Empfehlungen: Speed MagicSkin und OceanGreen Ekzemgel

  6. Ekzemerdecken: Leidet ein Pferd bereits schwer unter Sommerekzem, helfen sogenannte Ekzemerdecken. Sie verhüllen das Pferd bis auf die Beine, so dass die kleinen Blutsauger keine Angriffsfläche mehr haben.

  7. Immuntherapie: Mitarbeiter der Universität Bristol (England) forschen an einer Immuntherapie mit dem Ziel, Ekzempferde dauerhaft von ihrem Leiden zu heilen. Erste Studien sind erfolgreich angelaufen, doch bis sich diese Methode etablieren könnte, ist es noch ein weiter Weg. Wir halten Sie auf dem Laufenden!