entspannt zusammen ausreiten

Zehn hilfreiche Tipps damit sie auch morgen entspannt zusammen ausreiten können!

Auffallend ist, dass zunehmend nicht nur wir Menschen, sondern auch Pferde betroffen sind. Das Spektrum reicht von Atemwegsallergien, Haut- und Schleimhautallergien über Arzneimittelallergien bis hin zu Nahrungsmittelallergien. Auch wenn die Auswirkungen einer Allergie sich völlig unterschiedlich zeigen, eine Allergie läuft immer gleich ab:

Das Immunsystem reagiert überempfindlich gegenüber einer bestimmten körperfremden Substanz. Und das obwohl diese Fremdstoffe an sich meist völlig ungefährlich sind. Die Abwehrreaktionen reichen dann von Husten, Problemen mit der Atmung über Rötungen, Schwellungen, Quaddelbildung oder Juckreiz der Haut, bis hin zu Blähungen oder Durchfall. Im allerschlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock: dem tödlichen Versagen des Kreislaufs.

Ursachenforschung

Den Auslösern für eine Allergie auf die Spur zu kommen, erweist sich häufig als schwierig. Einfach schon deswegen, weil eine allergische Reaktion nicht immer sofort nach dem Kontakt mit dem schuldigen Allergen erfolgt. Wenn sich nach einem Insektenstich eine juckende Quaddel bildet, erkennen sie die Ursache sofort. Reagiert ihr Pferd dagegen auf ein Futtermittel, das sie schön länger füttern, plötzlich mit Blähungen oder Durchfall, wird es schon schwieriger.

plötzlich hatte Cöbi überall Quaddeln

Hinzu kommt, dass viele Faktoren, das Entstehen einer Allergie begünstigen. Dazu können ungünstige Weidebedingungen ebenso zählen, wie eine übermäßig proteinreiche Ernährung oder die Verwendung ungeeigneter Pflegemittel. Es gibt allerdings einiges, was sie tun können, damit Allergien gar nicht erst ausbrechen. Vorbeugen statt heilen und Infektionen vermeiden ist hier die Devise.  

Wir haben zehn hilfreiche Tipps für sie zusammengestellt:  

  1. Heu: Frühestens drei Monate nach der Lagerung verfüttern. Dann können die Pferde es deutlich besser verdauen. Sehr staubige oder bereits schimmelnde Heuballen entsorgen. Die enthaltenen Schimmelpilze können sonst schnell zu schweren allergischen Reaktionen führen.  Leidet ihr Pferd bereits unter chronischem Husten, empfiehlt es sich, das Heu direkt vor dem Verfüttern zu waschen und so die Staubbelastung senken.

  2. Haut: Pflegen sie die empfindliche Haut ihres Pferdes. Eine intakte Hautbarriere wirkt wie ein Schutzpanzer gegen viele Allergene. Bereits gereizte Hautpartien schätzen eine Portion Extra-Pflege. Zum Beispiel mit Speed MagicSkin. Einem Hautpflegespray mit ausgesuchten Mineralstoffen. Bei kleinen Hautverletzungen, Mauke und Strahlfäule hat sich der Einsatz von Speed BacControl bewährt.

  3. Futtermittel: Eine überhöhte Eiweißzufuhr steht ebenso in dem Verdacht, unsere Pferde krank zu machen, wie der Einsatz von Konservierungsmitteln, Aromastoffen sowie Geschmacks- und Farbstoffen. Die meisten Pferde benötigen übrigens nur in Zeiten höherer Beanspruchung zusätzliche Futtermittel. Sollten sie den Verdacht haben, dass ihr Pferd auf ein Nahrungsmittel reagiert, hilft meist nur ein Ausschlussverfahren. Das heißt sie setzen gezielt bestimmte Bestandteile der Fütterung über einen längeren Zeitraum ab und beobachten, wie ihr Pferd reagiert.

  4. Müslis: In vielen Pferdemüslis finden sich aufgrund der Restfeuchte Milben und Schimmelpilzsporen. Darüber hinaus enthalten sie oft ätherische Öle, auf die der empfindliche Pferdedarm auch nicht ausgelegt ist. Bei Pferden, die keiner besonderen Beanspruchung ausgesetzt sind, reicht herkömmliches Futter meist völlig aus.

  5. Kuren: Besonders in Zeiten des Fellwechsels haben viele Pferde einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen. Speed Biotin plus Zink bildet die Grundlage für eine gesunde Haut und ein glänzendes Fell. Zudem unterstützt Zink den Organismus ihres Pferdes bei der Infektionsabwehr. Pferde-Homöopathen empfehlen zudem regelmäßige Entgiftungs-Kuren, um das Immunsystem der Pferde zu stärken!
    Achtung: Viel hilft nicht unbedingt viel. Zuviel des Guten kann ebenso krank machen, wie ein Mangel! Deswegen heißt es hier auch Kur und nicht Dauereinsatz. Im Allgemeinen ist damit ein Zeitraum von bis zu vier Wochen gemeint, um das Pferd in einer Phase besonderer Belastung mit gezielt ausgesuchten Produkten zu unterstützen. Das betrifft zum Beispiel die Wachstumsphase, die Tragephase, Zeiten hoher sportlicher Beanspruchung, den Fellwechsel und ähnliches. Anders ist es im Fall einer Dauerbelastung, wie z.B. Arthrose. Ein Nahrungsergänzungsmittel wie Arthro-San Pearls darf und sollte dann natürlich dauernd gegeben werden.

    Lesen sie in unserem Blogbeitrag „… plötzlich hatte Convair überall Quaddeln“ wie es Viola und ihrem Pferd Convair erging. 

  6. Medikamente: Im Falle von schweren Infektionen, wie eitrigen Entzündungen der Haut nach einem Insektenstich, kann es (lebens-)notwendig sein, Medikamente einzusetzen.  Sie bringen oft schnelle Linderung und helfen ihrem Pferd sich schneller zu erholen. Allerdings bekämpfen Kortison, Antibiotika und Co nur die Symptome, nicht die Ursachen. Häufig bringen sie schwere Nebenwirkungen mit sich und belasten darüber hinaus die Leber. Unter Umständen können auch homöopathische Mittel die allergischen Symptome günstig beeinflussen. 
    Tipp: Wurmkuren und Impfungen nur beim gesunden Pferd durchführen! Sonst wird das Immunsystem zusätzlich belastet.

  7. Hygiene: Auch Staub und Ammoniakdünste aus dem Misthaufen belasten das Immunsystem ihres Pferdes. Striegeln und regelmäßiges Duschen helfen ebenso, wie eine saubere Box und regelmäßiges Lüften. Auch hier gilt: Ein Zuviel an Pflege ist ebenso kontraproduktiv, wie zu wenig!

  8. Insektenstiche: Sie stehen im Verdacht, das von Pferdebesitzern gefürchtete Sommerekzem auszulösen. Besonders tückisch: Mit jedem Stich steigt die Gefahr, dass das Sommerekzem ausbricht. Lassen sie ihr Pferd mit Beginn der Mückensaison möglichst nicht in der Nähe von Gewässern weiden. Sammeln sie Pferdeäpfel täglich ab. Und verwenden sie für Ausritte ein Insektenschutzmittel, wie z.B. Speed InsectShock. 

  9. Den Allergenen ausweichen: Wenn sie wissen, worauf ihr Pferd allergisch reagiert, dann sollten sie wann immer möglich versuchen, diesen Allergenen auszuweichen. Reagiert ihr Pferd besonders heftig auf Brennnesseln, dann meiden sie Weiden mit Brennnesselbewuchs. Reagiert es auf einen bestimmten Nahrungsmittelzusatz, dann achten sie darauf, dass dieser nirgendwo enthalten ist. Das gleiche gilt für Zusätze in Pflegemitteln, Medikamenten etc., denn jeder allergische Schub vergrößert die Gefahr auf noch mehr und noch stärker zu reagieren.

  10. Ausgewogenheit: Harmonie ist das Zauberwort für einen goldenen Mittelweg. Das gilt für Pferde ebenso, wie für Menschen. Zuviel des Guten ist eben genauso kontraproduktiv, wie zu wenig.