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Annika Martens, Inhaberin der angesehenen Reitanlage Hohenfiert im Kreis Steinburg, empfiehlt Pferdebesitzern neben einem Tierarzt immer einen Osteopathen miteinzubeziehen. Einfach weil ein Osteopath das Pferd grundsätzlich als Ganzes betrachtet und niemals nur das akute Problem.

Annika Martens hat vor vier Jahren ihren Nebenberuf zum Hauptberuf gemacht und die Reitanlage Hohenfiert übernommen. Vor der Übernahme der ehemaligen Reitschule absolvierte die ambitionierte Reiterin selbst eine Zusatzausbildung zur Pferde-Osteopathin. Zum einen aus purem Interesse, zum anderen um sich für alle Fälle ein zweites Standbein zu schaffen

„… ich habe einen ganz anderen Blick auf die Muskulatur des Pferdes gewonnen!“

Obwohl sie den Beruf der Pferde-Osteopathin aus Zeitmangel nicht einmal an ihren eigenen Pferden ausübt, bedauert die 31-jährige nicht, dass sie Energie, Zeit und Geld für die Zusatzausbildung auf sich genommen hat.

„Die Ausbildung zur Pferdephysiotherpeutin und Osteopathin hat“, so Annika Martens, „mit Zwischenprüfungen ein gutes Jahr gedauert und ist obendrein nicht ganz billig. Hinzu kommt, dass dieser Beruf gesetzlich nicht geschützt ist.  Aber ich bedaure es keine Sekunde, denn alles, was ich bei Barbara Welter-Böller (Leiterin der Fachschule für Osteopathische Therapien, NRW) gelernt habe, hilft mir heute beim Unterrichten. Ich habe dadurch einen ganz anderen Blick auf die Muskulatur des Pferdes gewonnen!“ 

annika und for glory auf der koppel„For Glory“ weiß das einfühlsame Händchen seiner Reiterin zu schätzen. Der Wallach vertraut Annika uneingeschränkt.

„… je eher man eine Blockade behandelt, desto besser.“

„Meine eigenen Pferde lasse ich ein bis zweimal im Jahr prophylaktisch behandeln. Einfach weil sie Sport auf Leistungsniveau betreiben. Je eher man eine Blockade erkennt und behandelt, desto schneller findet das Pferd in seinen normalen Bewegungsablauf zurück.“

„… grundsätzlich ist ein Pferd nicht zum Reiten gemacht.“

„Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass ein Pferd nicht zum Reiten gemacht ist. Der Rücken muss auf einmal 70 Kilogramm und mehr tragen. Das kann man sich vorstellen wie auf einer Hängebrücke. Der Reiter sitzt auf den Dornfortsätzen, nicht auf der Wirbelsäule, und die Muskulatur muss stabil genug sein, um uns Reiter tragen zu können. Ein Pferd „läuft“ meist auf den Vorderbeinen und wir Reiter möchten es mehr auf der Hinterhand sehen. Das Gewicht auf alle vier Beine verteilen. Wäre das nicht der Fall, würden die Vorderbeine aufgrund der Belastung schnell kaputtgehen.“

„… ein guter Therapeut nimmt sich Zeit.“

„Viele Pferdebesitzer haben dank Fernsehen und Internet offensichtlich den Eindruck gewonnen, dass ein guter Osteopath das Problem innerhalb von zehn Minuten erkennt. Das ist fast nie der Fall. Es gibt zwar Ausnahmen aber für mich wäre es eher ein Grund, die Qualifikation zu hinterfragen. Gerade für die Erstbehandlung braucht man gut eineinhalb Stunden. Man verschafft sich im allgemeinen Stand erstmal ein optisches Bild. Einen Eindruck vom Exterieur. Spricht mit dem Besitzer des Tieres, wo er Probleme sieht. Dann schaut man sich die Bewegung auf möglichst ebenem und hartem Boden an. Von vorn, von hinten und von den Seiten. Auch leichte Bewegung an der Longe helfen, einen guten „Rundum-Eindruck zu gewinnen.“

„… manche reagieren anfangs skeptisch, genießen die Behandlung dann aber.“

„Einige Therapeuten fangen von vorn an, andere mit dem Rücken. Ich persönlich beginne vorn. Über Hals und Vorderläufe zum Rücken. Die Gelenke, sind sie locker und frei beweglich? Ist die Muskulatur irgendwo fester, verspannter? Hinzu kommt ein Seitenvergleich. Wir kennen das von uns selbst. Ein oder mehrere Wirbel sind blockiert, Bänder und Sehnen stehen unter Spannung. Fehlhaltungen und schmerzhafte Muskelverspannungen sind die Folge. Die meisten Pferde reagieren im ersten Moment skeptisch, genießen die Behandlung dann aber. Abwehrreaktionen kommen meist aufgrund von Schmerz zustande. Da ist sehr wichtig, ruhig und geduldig zu bleiben. Das Tier zeigt einem ja auch hiermit deutlich, was mit ihm los ist und wo und wie die Behandlung ansetzen sollte. Selbst Sattel und Zaumzeug und sogar den Reitstil des Besitzers sollte man ansehen.“

annika martens achtet auf kleinste veränderungen bei ihren pferden
Ein nachdenklicher Blick durch das Küchenfenster auf zur Koppel: Annika weiß, wie wichtig es ist, die Tiere genau zu beobachten und auf kleinste Veränderungen und Wehwehchen schnell zu reagieren

„… Muskelverspannungen und Schonhaltung – das ist ein Teufelskreis!“

„Auch Pferde kennen den Teufelskreis von der Muskelverspannung über den Schmerz zur Schonhaltung. Aber es gibt Übungen, die Blockaden und Gelenke sanft lösen können. Massagen können dazu beitragen, die Muskulatur und verklebte Faszien zu lösen. Nach der Therapie sollte ein Pferd auf keinen Fall sofort geritten werden aber leichte Bewegung ist wichtig. Denn die Tiere müssen die neuen Bewegungsmuster quasi erst wieder verinnerlichen. Das ist auch der Grund, warum eine Behandlung nicht immer ausreicht. Besonders wenn eine Fehlhaltung länger bestand, neigen die Muskeln dazu, in die falsche Haltung zurückzuziehen.“

„…Gelenke „leiern“ auch nicht aus!“

„Das Gelenke „ausleiern“ ist wirklich Blödsinn. Wenn Wirbel blockiert sind, stehen Bänder, Sehnen und Gelenkkapsel unter Spannung. Lässt man sie in diesem Zustand, dann besteht wirklich die Gefahr, dass sie an Stabilität verlieren. Und die zurückzugewinnen dauert dann auch wirklich lange. Nachbehandlungen gelten eher den Punkten, wo die Probleme aufgetaucht sind. Deshalb dauern sie meist auch nur noch eine halbe Stunde.”

susanne martens steht ihrer tochter zur seiteHelfende Hände und eigentlich immer ein fröhliches Lachen auf den Lippen: Annikas Mutter Susanne steht ihrer Tochter im anstrengenden Reitbetrieb mit Rat und Tat zur Seite

 

„Natürlich hilft mir meine eigene Qualifikation, eine gestellte Diagnose zu verstehen und die vorgeschlagene Behandlung zu beurteilen. Trotzdem: Wenn ich einen Tierarzt kommen lassen muss, dann ziehe ich persönlich immer einen Osteopathen hinzu. Es sei denn, der Arzt hat eine entsprechende Zusatzqualifikation. Denn oft kann der Osteopath besser und vor allem nachhaltiger helfen, als der Arzt. ”

„… Nahrungsergänzungsmittel können unterstützend wirken.“

„Mit osteopathischen Techniken gibt man dem Körper Impulse zur Selbsthilfe. Das wirkt sich nicht nur auf den Bewegungsapparat, sondern auch auf Organe, Nerven und sogar die Psyche des Pferdes aus. Gezielt eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel können helfen, die Wirkung einer osteopathischen Therapie zu stabilisieren. Calcium unterstützt beispielsweise die Mineralisierung der Knochen und wirkt sich zudem in verletzungsbedingten Stehpausen positiv auf die Muskeltätigkeit aus. Kräuter können helfen, die Elastizität zu unterstützen oder die Pferde zu beruhigen. Insbesondere bei arthrosegefährdeten Tieren kann mit Futterzusätzen wie der altbekannten Teufelskralle oder Grünlippmuschelpulver gut geholfen werden. Allerdings würde ich immer ein großes Blutbild beim Tierarzt machen lassen um wirklich bedarfsgerecht zu füttern.”

„Schlussendlich würde ich jedem Pferdebesitzer empfehlen, alternativen Behandlungsmethoden eine Chance zu geben.”

Unsere Empfehlungen: 

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Schon unsere Großeltern schätzten Ingwer wegen seiner entzündungshemmenden und leicht schmerzstillenden Wirkung. Die Teufelskralle unterstützt den Gelenkstoffwechsel. Gemeinsam ein unschlagbares Duo, insbesondere bei Arthrose und Gelenkschmerzen.

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Starke Knochen brauchen Calcium und Magnesium. CalciMag unterstützt die Mineralisierung der Knochen und die Muskeltätigkeit. Das gilt insbesondere in verletzungsbedingten Stehpausen.

Magnesium Plus


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Magnesium ist auch dafür bekannt, die Stresshormone auszubremsen und die Gelassenheit zu fördern. Unser Magnesium Plus trägt insbesondere vor Turnieren zur Stabilisierung des Nervensystems bei Ihrem Pferd bei. Dopingfrei und ADMR-konform!

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Die Leistungsbereitschaft ihres Pferdes hängt neben seiner individuellen Veranlagung auch von vielen anderen Faktoren, wie Training, Pflege und der Fütterung ab. Unser Myo3 Perlgranulat unterstützt den dopingfreien Muskelaufbau ihres Lieblings. 

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Das Antioxidans Vitamin E gilt allgemein als "Zellschutz-Polizei". Das Spurenelement Selen hat als Bestandteil wichtiger Enzyme eine ähnliche Funktion wie das Vitamin E. Gemeinsam sorgen sie für einen aktiven Muskel- und Zellschutz, insbesondere bei Sport, Stress und Belastung.

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