Reitunterricht Viola und Convair

Viola und ihr Pferd Convair sind ein richtig gutes Team. Dazu gehört auch Verantwortung zu übernehmen und aufeinander aufzupassen. Spüren und sehen, ob es dem anderen gut geht oder ob ihm etwas fehlt. So wie vor einigen Wochen, als Convairs Haut plötzlich verrückt spielte ...

Die dreizehnjährige Viola ist ein richtiges „Pferdemädchen“. Mit sechs Jahren hat sie mit dem Voltigieren begonnen und vor zwei Jahren haben ihre Eltern ihr ein eigenes Pferd geschenkt. Eine Pferdefreundschaft, in der Viola schon früh eine schmerzhafte Erfahrung durchleben musste. Denn Quebello, ein großer 12- jähriger Wallach, zog sich bei einem übermütigen Sprung in der Reithalle eine Kopfverletzung zu, die genäht werden musste. Beim Tierarzt hat dann sein Herz einfach ausgesetzt und Viola musste lernen, dass auch Abschiednehmen zu einer Beziehung und zum Leben dazugehören. Im Herbst 2016 trabte dann Convair (siehe Foto) in ihr Leben. „Mit Convair“, so der Teenager, „war es Liebe auf den ersten Blick! Convair ist nicht „nur“ ein Pferd, sondern mein bester Freund.“

„ ... richtig schön treudoof“

„Cöbi“, wie Viola das zehn Jahre alte Warmblut liebevoll nennt, wirkt ein bisschen wie der kleinere Bruder von Quebello. Kompakter, mit kürzeren Beinen und sehr verspielt. Aber auch ein richtiger Kuschler, der gerne schmust. „Eben richtig schön treudoof“, so Viola. „Außerdem mag er Küsschen und selbstverständlich kann er das Kompliment!“ Trotzdem, ein Pferd für totale Anfänger ist der Braune auch nicht. „Manchmal ist er ziemlich hibbelig. Da muss man sich schon durchsetzen können. Es gibt Tage, da stört ihn einfach alles. Er benimmt sich dann, wie ein richtiger kleiner Kasper. Aber das lasse ich ihm natürlich nicht durchgehen. Ich hab mindestens genauso einen Dickkopf, wie Cöbi. Zur Not gehe ich mit ihm dann auch mal rückwärts.“ 

im Winter fing Cöbi an zu husten

„... im Winter fing Cöbi an zu husten und verlor an Gewicht“

Im Winter erging es Cöbi, wie vielen Pferden. Es fehlte an frischer Luft und sowohl im Boxengang, als auch in der Reithalle wurde viel Staub aufgewirbelt. Cöbi fing an zu husten und wirkte insgesamt ein bisschen dünner und kraftloser. Dort wo der Sattelgurt kleine Scheuerstellen hinterlassen hat, wuchs das Fell kaum nach. Viola fragte ihren Papa Stefan um Rat, denn schließlich ist sie für ihr Pferd verantwortlich und wollte ihrem Freund gern helfen.

Papa wiederum hat einen Freund, der seit langem bei Speed als Produktmanager arbeitet. Frederiks Empfehlung: Täglich 100g Speed No. 1 übers Rauhfutter. Das „all in one“ Paket, wie es einer unserer Referenzreiter (Moritz Labjuhn, Husum) nennt, enthält so ziemlich alles, was ein Pferd zur Regeneration oder bei Stoffwechselprozessen, wie dem Fellwechsel braucht. Dazu eine vierwöchige Kur mit Biotin plus Zink. Täglich einen Messlöffel um die gesunde Haar- und Hornbildung noch besser zu optimieren. Das Spurenelement Zink trägt überdies zur besseren Infektionsabwehr bei. Im Winter nicht ganz unwichtig. Und last not least Kräuter für die Atemwege und Atemwegsaft. Vor allem die Kräuter für die Atemwege, ein reines Naturprodukt auf Basis hochwertiger Heilkräuter in Teequalität, werden von vielen Reitern hochgelobt. Tragen sie doch dazu bei, Beschwerden der Atemwege durch schlechte Luft, staubiges Futter oder Pollen im Sommer, auf ganz natürliche Weise zu lindern. 

plötzlich hatte Cöbi überall Quaddeln

„...plötzlich hatte Cöbi überall Quaddeln“

Drei Tage später herrschte statt entspannter Stimmung erstmal „Alarm im Stall“. Cöbi war zwar guter Dinge, aber auf seinem Körper zeigten sich überall Quaddeln und ein besorgter Papa rief bei uns an. Diagnose: Eine allergische Reaktion!

Die bei Pferden am häufigsten vorkommende Allergie, ist eine Überreaktion auf Insektenstiche. Vielen Reitern leidvoll als Sommerekzem bekannt. Danach folgt die sogenannte Umweltallergie. Eine Überempfindlichkeit gegen Allergene wie Gräser- und Blütenpollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und ähnliches. Das sind Allergene, die beim Menschen zum Beispiel zu Heuschnupfen führen. Zu den weiteren Allergieformen, von denen Pferde eher selten betroffen sind, zählen die Kontaktallergie, allergische Reaktionen auf Medikamente und die Futtermittelallergie. Allergien bei Pferden vorbeugen? >> 10 hilfreiche Tipps  

„...nach einem Monat zeigte sich der Erfolg der Kur“

Und – wie könnte es anders sein – Cöbi gehört natürlich zu den seltenen Exemplaren mit einer Futtermittelallergie. Doch der Schrecken hatte schnell ein Ende. Der Atemwegsaft, zusätzlich zu den Kräutern, war für Cöbi einfach zu viel des Guten. Wenige Tage nach dem Absetzen waren die Quaddeln schon wieder verschwunden. Die anderen Futterergänzungsmittel hielten, was sie versprachen. Cöbis Fell wurde von Woche zu Woche dichter und der Braune gewann zusehends an Vitalität. Nach einem Monat zeigte sich der volle Erfolg der Kur: Cöbis Husten ist verschwunden, sein Fell glänzt und er zeigt sich wieder voller Leistungsbereitschaft und sprühender Lebensfreude.

Und Viola und Cöbi? Die genießen unterm blauen Sommerhimmel ihre ersten gemeinsamen Sprungübungen!